── Blasenschwäche
Wenn Niesen
zum Risiko wird.
Du überlegst kurz, bevor du hüpfst. Du weißt, wo auf jeder Strecke die Toiletten sind. Du trägst vorsichtshalber eine Einlage — nicht wegen der Periode.
Und beim Lachen mit Freundinnen denkst du einen Moment lang nicht ans Lachen.
Das ist häufig. Das ist nicht peinlich. Und vor allem: Das ist nichts, womit du dich abfinden musst.
Etwa jede dritte Frau kennt ungewollten Urinverlust. Gesprochen wird darüber fast nie — und genau deshalb glauben so viele, sie wären die Einzigen.
── Ursachen
Woher
das kommt.
Deine Blase liegt auf dem Beckenboden. Der ist kein einzelner Muskel, sondern ein Netz aus mehreren Schichten — und er hält alles an Ort und Stelle, was darüber liegt.
Beim Niesen, Husten, Lachen oder Springen entsteht von oben plötzlich Druck. Ein Beckenboden, der schnell genug reagiert, hält dagegen. Einer, der das nicht mehr zuverlässig schafft, gibt nach — und genau in dem Moment geht etwas daneben.
Das passiert nicht, weil du dich schlecht um dich kümmerst. Es hat Gründe:
Was fast alle überrascht: Ein zu fester Beckenboden macht dieselben Probleme wie ein zu schwacher. Ein Muskel, der dauerhaft angespannt ist, kann im entscheidenden Moment nicht mehr zupacken — weil er schon am Anschlag war.
── erst abklären
Wann du
zuerst zum Arzt gehst.
Training kann viel — aber es steht nicht am Anfang von allem. Lass die folgenden Dinge bitte erst ärztlich abklären, bevor du mit mir loslegst:
Ich bin keine Ärztin und stelle keine Diagnosen. Ich bin die, die mit dir trainiert, wenn klar ist, womit wir es zu tun haben — und die dir sagt, wann du besser nochmal jemanden fragst.
── Was hilft
Was Training
verändern kann.
Der Beckenboden ist ein Muskel. Und Muskeln lassen sich trainieren — in jedem Alter, auch Jahre nach der Geburt, auch nach einer OP.
Nur eben nicht mit dreimal Anspannen an der Ampel. Was tatsächlich etwas bringt, läuft in drei Schritten:
Spüren. Die meisten Frauen wissen nicht sicher, ob sie gerade den Beckenboden anspannen oder Po und Bauch. Ohne diese Wahrnehmung trainierst du ins Leere — deshalb fangen wir hier an.
Steuern. Anspannen ist die eine Hälfte, Loslassen die andere. Ein Beckenboden, der nur festhalten kann, hilft dir beim Niesen nicht.
Einsetzen. Am Ende muss die Spannung von allein kommen — beim Husten, beim Heben, beim Hüpfen mit den Kindern. Ohne dass du daran denkst.
Wie schnell sich etwas tut, ist verschieden. Manche merken nach zwei, drei Wochen einen Unterschied, bei anderen dauert es länger. Und ganz ehrlich: Nicht bei jeder verschwindet alles vollständig. Aber spürbar besser wird es fast immer — und für viele ist genau das der Unterschied zwischen „ich pass ständig auf" und „ich denk kaum noch dran".
── so arbeite ich
Warum ich
das Thema ernst nehme.
Ich weiß, wie es ist, wenn der eigene Körper Dinge macht, über die niemand spricht. Zwei Kaiserschnitte, eine große Bauch-OP, danach Rektusdiastase und Senkung — ich habe das nicht aus dem Lehrbuch.
Und ich weiß, wie es ist, damit nicht ernst genommen zu werden. „Das ist normal nach einer Geburt." „Damit müssen Sie eben leben." Solche Sätze habe ich oft gehört.
Deshalb läuft es bei mir anders. Wir reden über das, was wirklich los ist — auch über das, was dir unangenehm ist. Bei mir musst du nichts beschönigen und nichts umschreiben. Es wird viel gelacht, aber nie über dich.

„Drei Ärzte haben mir gesagt, ich sei zu jung und das könne gar nicht sein. Fiona war die Erste, die mich ernst genommen hat."
Stefanie, 38 JahreZertifizierte Beckenbodentrainerin, Personal Trainerin und medizinische Fitnesstrainerin mit A-Lizenz. Über 200 Frauen und Männer habe ich bisher begleitet — in Altomünster, in Aichach und online.
── Dein nächster Schritt
Fang einfach an.
Du musst dich nicht festlegen und nichts erklären, was du nicht erklären willst. Komm in eine Probestunde, schau dir an, wie ich arbeite, und entscheide danach.
Wenn dir eine Gruppe zu viel ist: Wir können auch erstmal unter vier Augen anfangen. Sag mir einfach, was dir lieber ist.
Der schwerste Schritt ist der, bei dem du es zum ersten Mal ausspricht. Alles danach ist Training.
── Häufige Fragen
Was du vielleicht
noch wissen willst.
Muss ich mich ausziehen oder untersuchen lassen?
Nein. Du trainierst in normaler Sportkleidung, und ich taste nichts ab. Das ist Sache deines Frauenarztes oder Physiotherapeuten — ich bin für das Training zuständig.
Merken die anderen im Kurs, warum ich da bin?
Nein. Von außen sieht man niemandem an, woran sie arbeitet. Und alle im Raum haben ihr eigenes Thema mitgebracht — deshalb sind sie ja da.
Meine Geburt ist über zehn Jahre her. Ist es dafür nicht zu spät?
Nein. Muskeln lassen sich in jedem Alter trainieren — auch zwanzig Jahre danach und auch nach den Wechseljahren. Es dauert vielleicht etwas länger, aber es geht.
Ich habe nie Sport gemacht. Kann ich da mithalten?
Ja. Ich fordere dich, aber jede arbeitet auf ihrem Niveau. Und wenn jemand sagt „heute zwickt was", ändere ich den Plan — für alle.
Muss ich vorher zum Arzt?
Nicht zwingend — außer bei Schmerzen, Blut im Urin, plötzlichen Beschwerden oder starkem Druckgefühl nach unten. Dann bitte erst abklären lassen. Im Zweifel frag mich, ich sage dir ehrlich, was ich davon halte.
Geht das auch online?
Ja. Vor Ort trainiere ich in Altomünster & Aichach, online bin ich für alle da, die weiter weg wohnen oder es zeitlich nicht anders schaffen.
